Der Brexit – in Bezug auf Warenbewegungen (zollseitig)



Aktuelles Austrittdatum 31.10.2019

Die Abspaltung des Vereinigten Königreichs von der Europäischen Union (Brexit) wurde durch die Volksabstimmung im Juni 2016 mehrheitlich beschlossen. Seither wird zwischen London und Brüssel verhandelt wie der Austritt vollzogen werden kann. Welche Szenarien liegen auf der Hand:

1. Ein NO-Deal Brexit ohne Austrittsabkommen. Von einem auf den anderen Tag würde das Vereinigte Königreich zum Drittland werden. Was bedeutet das sofort Zolldokumente, Zollabgaben und steuerliche Behandlung von Warenverkehren nötig werden.

2. Eine weitere Übergangsfrist / eine Transitperiode ist denkbar.

3. Austritt mit einem Vertrag, was auch bedeuten könnte, dass der Binnenmarkt Zugang bleibt.

Zusammenfassend muss man sagen, auch kurz vor dem Austrittstermin steht auf beiden Seiten nichts Konkretes fest. Das erschwert für alle Beteiligten die Planungen und Vorbereitungen.


Sprechen Sie uns gerne an.
I.Z.A.-West GmbH
Internationale Zollagentur
Kings-Lynn-Str.1
46446 Emmerich am Rhein
+ 49 2822 3006-0
Brexit@iza-west.de

Was kann man in der Zwischenzeit tun:

- Unternehmen die noch keinen Warenhandel mit Drittländern betreiben, sollten sich vorsorglich eine zollbeteiligten Nummer beantragen. Eine so genannte EORI Nummer. Zuständiges Hauptzollamt für die Beantragung in Deutschland ist Dresden, den benötigten Antrag finden Sie in unserem Download Bereich
(Quelle: zoll.de /Formular 0870a).

- Erstellung einer Übersicht von Waren und Eintarifierung nach in das Warenverzeichnis der Außenhandelsstatistik (HS-Code – Vergabe).

- Überprüfung von vereinbarten Incoterms in den Lieferverträgen. Wir geben die Empfehlung gerade auf DDP zu verzichten.

- Prüfung ob verbindliche Zolltarifauskünfte nötig werden oder vorhanden sind.

- Prüfen, welche Zollsätze auf den gehandelten Waren anfallen.

- Einen Zollagenten wie wir es sind kontaktieren.